Ferner rufen am 5. März 2026 bundesweit Schüler- und Jugendbündnisse zu Schulstreiks und Kundgebungen gegen die Wiedereinführung der Wehrpflicht auf. In vielen Städten werden sie dabei von lokalen „Nein-zur-Wehrpflicht“-Bündnissen und Friedensinitiativen unterstützt. Infos zu den Aktionen am 5. März finden sich auf der Internetseite „Schulstreik gegen Wehrpflicht“ – und außerdem hier: Informationen zu den geplanten Schulstreiks gibt es auf Instagram; Materialien zur Bewerbung und Weiterverbreitung stehen unter diesem Link bereit; Rückfragen können an diese Adresse gestellt werden: NeinzurWehrpflicht@proton.me.
Betreff: Unterstützung der Schulstreiks am 5. März – Zusammenarbeit mit der Friedensbewegung
am 5. März finden die nächsten Schulstreiks gegen die Wehrpflicht statt. Bei den vergangenen Schulstreiks war die Friedensbewegung vielerorts eine der Hauptunterstützerinnen. Damit ihr auch diesmal tatkräftig unterstützen und mitwirken könnt, möchten wir euch einige Informationen und Vorschläge für die Zusammenarbeit zukommen lassen.
Am wichtigsten ist dabei, dass wir miteinander ins Gespräch kommen und herausfinden, wie die konkrete Zusammenarbeit vor Ort aussehen kann. Solltet ihr keine Kontakte zur lokalen Schulstreikbewegung haben, meldet euch gern bei der bundesweiten Mailadresse: info@schulstreikgegenwehrpflicht.de– hier kann der Kontakt zu örtlichen Komitees vermittelt werden. Meldet euch dort auch gerne ein zweites Mal, wenn der Kontakt nach dem ersten Mal nicht zustande kommt.
Die einfachste Möglichkeit, in den Austausch zu kommen, ist die gegenseitige Einladung zu den jeweiligen Treffen. Ladet doch Vertreter*innen der Schulstreikbewegung zu euren lokalen Friedensforen ein und lasst euch im Gegenzug zu ihren Treffen einladen. Dort kann dann über konkrete Unterstützungsmöglichkeiten gesprochen werden.
Einige Ideen, wie die Friedensbewegung die Schulstreiks gegen die Wehrpflicht unterstützen kann:
- Aufbau lokaler Strukturen für Eltern, Omas und Opas gegen die Wehrpflicht: Oft schaffen es die Schülerinnen nicht, zusätzlich zur Organisation ihrer Mitschülerinnen auch die älteren Generationen einzubeziehen – obwohl diese unterstützen wollen und können. Hier kann die Friedensbewegung ansetzen, indem sie Anlauf- und Austauschpunkte für alle Eltern, Omas und Opas gegen die Wehrpflicht schafft.
- Unterstützung bei der Verbreitung von Material: Ob Plakate kleben, Flyer verteilen oder Sticker auslegen – überall können wir helfen, den Schulstreik bekannter zu machen.
- Rechtliche Unterstützung: Schon bei den letzten Schulstreiks sahen sich Schüler*innen teils mit Repressionen konfrontiert: Streiks wurden verboten, Schüler*innen in der Schule eingesperrt, Anmelder*innen mit Anzeigen gedroht und im Nachgang erhielten einige Bußgelder. Als Friedensbewegung haben wir oftmals Erfahrung im Umgang mit solcher Einschüchterung und Kontakte zu Anwält*innen, mit denen wir rechtlich unterstützen können.
- Unterstützung vor Ort während der Streiks: Auch auf den Schulstreiks selbst können wir als Friedensbewegung aktiv werden – nicht nur mit eigenen Plakaten und Transparenten. Oft fehlt es an Ordner*innen, Menschen, die den Infostand betreuen, oder an Helfer*innen für die Versorgung während des Streiks. All das sind Aufgaben, die wir als Aktive der Friedensbewegung bereits vielfach übernommen haben und mit denen wir die Streikenden wirksam entlasten können.
Der Protest gegen die Wehrpflicht hat das Potenzial, zu einer großen antimilitaristischen Jugendbewegung zu werden – und damit auch zur Stärkung der Friedensbewegung beizutragen. Sorgen wir mit dafür, dass es gelingt!
[Dein Name / Eure Gruppe]
Zeitung gegen den Krieg
https://zeitung-gegen-den-krieg.de/ Ankündigung ZgK Nr.61 Für das Frühjahr 2026
- in einer Zeit, in der die hemmungslos imperiale US-Politik unter Donald Trump nicht nur Wut und Empörung hervorruft, sondern vor allem zu globalen Machtverschiebungen führt
- in einer Zeit hemmungsloser Aufrüstung und innerer Militarisierung
- in einer Zeit, wo die deutsche Politik von Orientierungs- und Ratlosigkeit geprägt ist und eine diplomatische Lösung des Ukrainekrieges torpediert
- in einer Zeit, wo internationale Solidarität an vielen Stellen mehr denn je gefragt ist: Venezuela, Kuba, Palästina …
- in einer Zeit, wo die jugendlichen Aktivitäten gegen Wehrpflicht und Zwangsdienste auch den Widerstand gegen Repression und die innere Militarisierung Deutschlands beflügeln
- in einer Zeit, wo die Friedensbewegung bei aller Unterschiedlichkeit langsam zu mehr Geschlossenheit in der Aktionsorientierung zurück findet, wie aktuell gegen die anstehende Stationierung von US-Mittelstreckenwaffen
erscheint diese neue Ausgabe der Zeitung gegen den Krieg (ZgK) Nr. 61 u.a. mit den Themen:
- DEUTSCHLAND: Stopp der Militarisierung
- Freundschaft mit Russland – Frieden in Europa
- DEUTSCHLAND: Widerstand gegen Wehrpflicht und Zwangsdienste
- VENEZUELA: Solidarität gegen Unterdrückung
- KUBA: Hände weg von Kuba
- PALÄSTINA: Der Genozid geht ungebrochen weiter
- UKRAINEKRIEG: Diplomatie oder Krieg bis zum Untergang?
- FRIEDENSBEWEGUNG: Wiesbaden, Grafenwöhr, Ramstein
Autorinnen und Autoren der neuen ZgK-Ausgabe sind u.a.:
Yusuf As, Vladimir Belov (Russland), Desiree Becker, Reiner Braun, Sevim Dagdelen, Julieta Daza (Venezuela), Julia Engel, Ulrike Eifler, Wolfgang Gehrcke, Edgar Göll, Barbara Heller, Andrea Hornung, Yannick Kiesel, Michael Müller, Willi van Ooyen, Karl-Heinz Peil, Peter Raykowski, Jeffrey Sachs (USA), Michael von der Schulenburg, Judith Stolzenburg, Peter Wahl
Acht Seiten im Zeitungsformat | Bezugspreise wie folgt (jeweils zuzüglich Porto & Verpackung):
bei Bestellungen von 1 – 99 Ex.: 45 Cent je Ex. | bei Bestellungen ab 100 Ex.: 32 Cent je Ex.
Bestellungen bitte über dieses ONLINE-Formular – Vertrieb ab 26.2.26
Die Zeitung kann auf der Webseite angesehen werden. https://zeitung-gegen-denkrieg.de/