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Klimadividende

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Jens Hanson
Beiträge: 1
(@jens-hanson)
New Member
Beigetreten: Vor 9 Monaten

Sehe ich genau so.

Die steuernde Wirkung eines CO2-Preises ist eher gering. Preiselastizität wird bewirken, dass das mehr an Ausgaben für fossile Energieträger murrend bezahlt, ohne das gewünschte Einsparungsresultat. Es gibt Untersuchungen darüber. Demnach bewirkt eine Preiserhöhung um z.B. 10%, lediglich einen Rückgang der Nachfrage um 1,5%. Außerdem fehlt das Cap bei der CO2-Bepreisung. Ohne Budgetierung wird der Einspareffekt das erhoffte Ziel deutlich verfehlen. Auch der Zertifikatehandel ist nicht die Lösung. Ein grundlegender Wandel muss her:

Wir alle konsumieren. Der damit verbundene Verbrauch fossiler Energieträger, sprengt zunehmend die planetaren Regenerationsgrenzen. Unser Konsum läßt sich allerdings nur bedingt und sehr begrenzt quantitativ reduzieren. Einsparpotentiale und die Möglichkeiten durch freiwilligen Verzicht den CO2-Ausstoß zu reduzieren, sind beschränkt und reichen bei weitem nicht aus. Sicherlich erkennen die meisten die Gefahren des Klimawandels und auch den nötigen Handlungsbedarf. Aber spätestens wenn dies zu persönlichen Einschränkungen führt, reduziert sich die Akzeptanz und die Bereitschaft zur Mitwirkung. Dabei ist es gerade jetzt besonders wichtig, die Verantwortung für kommende Generationen zu übernehmen. Die Lösung kann daher nur darin bestehen, die Herstellungsprozesse für unseren Konsum generell grüner und klimafreundlicher zu machen, statt auf freiwilligen individuellen Verzicht bzw. kleinteilige Einsparmaßnahmen zu setzen. Die verwendeten Energieträger für Verkehr, private Haushalte, industrielle Prozesse, ja für Konsum im Allgemeinen, müssen klimaneutral werden. Technisch möglich ist dies bereits. Es scheiterte bisher allerdings an der Wirtschaftlichkeit, denn fossile Energieträger sind schlicht zu billig. Die Folgekosten durch deren Verwendung, wie etwa die Bewältigung der Auswirkungen des Klimawandels, sind bisher nicht eingepreist - ein schwerwiegender Systemfehler zu Lasten unserer Kinder.
Den Konsum teurer zu machen, wie etwa durch die neue CO2-Bepreisung, bedeutet aber nicht auch automatisch deutlich weniger Emissionen als Folge. Deshalb braucht es ein Abrechnungsmodell, das zuverlässiger und gerechter funktioniert und dennoch die Grenzen des Planeten berücksichtigt. Dabei gilt: Wir alle haben ein gleiches Recht, die Ressource Atmosphäre zu nutzen. Handelbare individuelle Emissionsbudgets, in Form eines persönlichen ökologischen Grundeinkommens für jeden, garantieren dabei die Einhaltung der wissenschaftlich definierten Emissionsgrenzen. Diese gesamtgesellschaftliche Lösung bewirkt, dass sich durch ein begrenztes persönliches Budget einer Kohlenstoff-Ressourcenwährung, wir nennen sie ECO, unsere Nachfrage ganz automatisch hin zu grüneren Produkten verändern wird. Durch sinnvolles Limitieren und Rationieren, wird deshalb durch die Verbraucher selbst der notwendige Veränderungsdruck auf die Industrie und deren Herstellungsprozesse ausgeübt. Die Verantwortung für Klimaschutz wird somit, gerecht nach dem Verursacherprinzip, an jeden einzelnen Bürger zurückgegeben. Und dies bei einem Maximum an persönlicher Entscheidungsfreiheit und Transparenz. Denn ALLE Kosten unseres ökologischen Fußabdruckes werden durch ein separates Emissionspreisschild sichtbar. Diese Information fließt in die Kaufentscheidung mit ein. Die Menschen können neben dem ökonomischen Wert, nun auch dem CO2-Äquivalent ihres Konsums einen Preis zuordnen. Der ECO-Preis entspricht exakt den verbrauchten Kohlenstoff-Ressourcen während des kompletten Herstellungsprozesses. Es findet keine Vermischung zwischen Geldpreis und Ressourcenpreis statt. Ein sehr wirkungsvolles und gerechtes Instrument im Kampf gegen den Klimawandel.

Weitere Infos unter: www.saveclimate.earth

 

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