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Warum Aufstehen nicht aufsteht


Oliver
Beiträge: 2
Themenstarter
(@oliver)
New Member
Beigetreten: Vor 4 Wochen

Warum Aufstehen nicht aufsteht

 

 

Zuerst ein Hinweis in eigener Sache: Die in unserem Beitrag „Gemeinwohl oder Kapitalherrschaft“ angegebene Kontaktadresse konnte beim die Seite betreibenden Basis-Verein wegen der Weigerung Ottopeter Flettners nicht eingerichtet werden. Wir sind daher auch weiterhin nicht als AG auf den Internetseiten unter aufstehen-basis.de vertreten und können uns dort nur im Forum bemerkbar machen. Am Ende dieses Beitrags findet ihr unsere einzig gültige Kontaktadresse.

 

Was wäre geschehen, wenn die letzte Großdemo der internationalen Klimaschutzbewegung am 22.02.20 in Hamburg aus der Kenntnis des Verursachers von Umweltzerstörung, Armut, Massenmigration und Krieg für eine Gemeinwohlwirtschaft mit neuer Geld- und Bodenordnung zur Sicherung und Wiederherstellung von Demokratie, Sozialer Marktwirtschaft und unserer Lebensgrundlagen geworben hätte?

Dann hätten die Kapitalvertreter Corona erfinden müssen, um die Ausbreitung einer solchen Bewegung aufzuhalten.

 

Das Beispiel zeigt, in welcher sensiblen Lage sich der Kapitalismus befindet und welche Gratwanderung die Menschheit gesellschaftspolitisch und ökonomisch aktuell vollzieht. Am Ende dieses Prozesses kann nur eines stehen: die kapitalistische Diktatur oder eine sozial-ökonomische Alternative. Da letztere die Beseitigung der kapitalistischen Machtstrukturen verlangt, erfordert sie einen Akt kollektiven Bewußtseins.

Damit ist der global stattfindende gesellschaftspolitisch-ökonomische Übergangsprozeß gleichzeitig ein alle die Menschen, welche über gesellschaftliche Mitgestaltungsmöglichkeiten verfügen, einschließender Entscheidungsprozeß.

 

Die Nichtwahrnehmung desselben käme einer freiwilligen Ermächtigung der Kapitalherrschaft, sich zur Diktatur weiter zu entwickeln, gleich! Wenn wir vor dieser nicht schon im Geiste kapitulieren wollen, müssen wir zuerst das Trugbild der Neoliberalisten von ihrer scheinbaren Allmacht aus unseren Köpfen streichen. Denn allen neoliberalistischen Herrschaftsstrategien zum Trotz sind und bleiben wir, die Menschen, die in Frieden und Freiheit mit der Natur im Einklang wirtschaften und leben wollen, die absolute Mehrheit auf diesem Planeten!

 

Wir haben also nichts weiter zu organisieren, als das kollektive Ja zu einer schnellstmöglich umsetzbaren und gangbaren, weil mehrheitsfähigen sozial-ökonomischen Alternative zum Kapitalismus. Die Grundentwürfe dafür liegen vor und warten darauf, von uns in eine Gesellschaft vorangetragen zu werden, die sich von den kapitalistischen Entartungen mit allen ihren lebensfeindlichen Folgen befreien will.

 

Angesichts dieser so klar vor uns liegenden Aufgabe kann es doch nicht mehr die Frage sein, ob dies von Anfang an die Bestimmung von Aufstehen war? Entscheidend bleibt einzig, daß wir sie endlich annehmen!!

 

Aber zweieinhalb Jahre nach Gründung ist Aufstehen weiter davon entfernt, einen alternativen sozial-ökonomischen Funken in die Ökologie- und Klimabewegung einzutragen als je zuvor. Die von den Vernetzungskonferenzstrategen gefahrene Doktrin lautet: Zusammenhalt des Sammelsuriums um jeden Preis. Danach können sinn- und zielgebende Thesen erst allgemeine Verbindlichkeit erlangen, wenn sie basisdemokratisch erschissen wurden – auch wenn man dabei riskiert, das Fahrrad zum achten mal zu erfinden oder abzuschaffen. Wenn 90 Basisgruppen befugt werden, nach freier Interpretation des Gründungsaufrufs-Wischiwaschis an ihrem Ende des Taues zu ziehen, kann auch der für dieses Jahr geplante Kongreß nichts anderes manifestieren als weitere Selbstbeschäftigung und Zeitgeschenke an die Kapitalvertreter!

 

Wird innerhalb einer Bewegung wie Aufstehen, noch bevor deren Ziele feststehen, die Basisdemokratie ausgerufen, verlangsamt sich die Zielfindung und die Basisdemokratie wird quasi ersatzhalber zur Hauptsache und damit zum Selbstzweck (Spielzeug). Die Folgen sind ein verlangsamter Aufbau und eine verminderte Schlagkraft der Bewegung.

Wem nützt das?

 

Wer Aufstehen zu einer Bewegung der sozial-ökonomischen Wirtschaftswende reformieren und dazu die AG Gemeinwohlwirtschaft zur Fraktion ausbauen will oder weitere Informationen benötigt, meldet sich unter

 

ag.wirtschaftswende@protonmail.com

 

 

Oliver Matern

AG Gemeinwohlwirtschaft